Das andere Kerkernah

Bevor wir am Samstag gegen 2 ins Bett gefallen sind, haben wir uns beide (zur Sicherheit) einen Wecker auf 6.30 Uhr gestellt. Mein Wecker hat gar nicht geklingelt, d  a ich ihn ausversehen auf „nur an Wochentagen“ gestellt hatte. Steffis Wecker weckte uns dann pünktlich um 6.30 Uhr. Wir beide guckten uns an und waren guten Willens aufzustehen. Im nächsten Augenblick weckte mich Steffi, guckte mich mit großen Augen an und sagte, dass es 7.15 Uhr sei und wir ja um 7.40 Uhr schon am Hafen sein müssen. Wie vom Blitz getroffen, sprangen wir beide auf huschten für 5 Minuten ins Bad, zogen uns in guter Voraussicht unsere Bikinis drunter und schnappten uns das nächstbeste Taxi zum Hafen. In typisch deutscher Manier erreichten wir den Treffpunkt mehr als pünktlich und waren die Ersten.

Die Stimmung auf der Fähre war generell eine andere als bei den anderen Fahrten. Am Freitag hatten die Ferien begonnen. Einige Schüler feierten dies ausgelassen bei ihrem Weg auf die Insel mit Trommeln und Gesang.

Wie überall auf der Welt braucht man nur gute Kontakte, um selbst die Fährfahrt auch noch für uns persönlich zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Eine der Mädels kannte jemanden, der uns auf die Brücke des Schiffes brachte. So konnten wir durch die Augen des ersten Generals Richtung unseres Ziels gucken. Außerdem wurde uns die Funktionsweise der Brücke erklärt.

Auf der Insel angekommen, startete unser Ausflug erst einmal in tunesischer Manier sehr entspannt bei einem Kaffee. Danach ging es in das historische Museum der Insel. Wir hatten Glück, denn es startete genau eine neue Präsentationsrunde als wir ankamen. Wir erfuhren in einem 15-minütigen Vortrag mit Video die komplette Entwicklung der Insel – nur leider auf Arabisch. Steffi und ich lauschten dem Vortrag dennoch gespannt und freuten uns, wenn wir einzelne Wörter verstanden. Anschließend ging es weiter zum Strand. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp ein, um das vorher telefonisch bestellte essen abzuholen. Mit einer Engelsgeduld und trotz knurrenden Magen, warteten wir mit dem heißen und lecker riechenden Essen noch auf unser Taxi, das zunächst tanken musste. Am Strand angekommen und gemütlichen Platz im Schatten gefunden, konnte das Essen endlich verspeist werden.

Für die Verdauung war nicht so viel Zeit, denn wir wollten ins Wasser. Voller Elan rannten wir los und wollten uns ins kühle Nass stürzen. Nachdem wir ca. 50 Meter gesprintet sind und immer noch im knietiefen Wasser standen, ließen wir uns einfach fallen. Jedoch war es nicht das erhoffe kühle Nass an diesem sonnigen Tag. Das Wasser auf Kerkennah gleicht einer Badewanne. Durch die Gezeiten ist das Wasser endlos flach und erhitzt sich dadurch schnell.

Das Badevergnügen weilte nicht lang, da wir in unserer morgendlichen Hektik sowohl ein Handtuch als auch Wechselklamotten vergessen hatten, mussten wir in der Sonne trocknen.

Mit Sicht auf die Sonne und Musik im Hintergrund ließen wir gemütlich den Tag am Strand ausklingen.

Zu Hause angekommen waren die Augen so müde, dass sie das Sehen eingestellt haben. Dies war das Zeichen dafür sich einfach ins Bett fallen zu lassen.

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